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Daniel Müller: Give me 5 8C’s

14. Juni 2011

Dieses Frühjahr schienen es der Klettergott und die Schwerkraft besonders gut mit mir zu meinen. Nach dem harten Wintertraining lief es Anfang des Jahres beim Bouldern schon richtig gut, und so konnte ich mit Oldschool Rocks und Conquistators (beide 8A+) zwei meiner bis dato schwersten Boulder klettern und im März gelang mir mit Hilli Billi im Frankenjura mein erster Boulder im Grad 8B.

Ein 10 Tages Trip ins spanische Siurana Anfang April beendete dann endgültig die Bouldersaison und bildete den Einstieg in meine bisher beste Klettersaison. Zusammen mit Jonas hatte ich eine echt super Zeit in Siurana und nach ein paar Startschwierigkeiten durfte ich mit Renegoide 8b+ und Migranya 8b auch noch super Durchstiege verbuchen.

Zurück in der heimischen Fränkischen war ich motiviert auch hier schwere Routen abzuknipsen. Nach mehr als eineinhalb Jahren konnte ich Anfang Mai mit Powerplay 11- wieder eine Tour im 11.Grad klettern. Liebevoll bezeichnete ich diese Tour als meinen „Endgegner“, da mich die pressige Kletterei an offenen Schalen vor 2 Jahren zum aufgeben gezwungen hatte und ich die Tour als „zu pressig“ für mich abgestempelt hatte. Aber Jonas erzählte mir in Siurana von seiner Variante für die Schlüsselstelle und brachte mich darauf mich meinem Endgegner nochmals zu stellen, was mit nach einiger Arbeit mit dem Durchstieg belohnt wurde. Nur wenige Tage später konnte ich Lake District 11- die wahrscheinlich dritte Begehung abringen. Wie der Name schon vermuten lässt, bekommt man in dieser Route an der Trockauer Wand nur selten gute Bedingung, was mir letzten Herbst noch einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte.

Den absoluten Höhepunkt meiner Kletterlaufbahn stellt aber mit Sicherheit die Begehung von Burn 4 you 11- dar. Zum einen, weil es nach Güllich’s Wallstreet und Actione die 3.Route im 11.Grad in der Fränkischen, und somit ein Extremklassiker ist, zum zweiten ist es eine wunderschöne Linie, die mich schon immer fasziniert hat  und zum dritten hatte ich noch eine persönliche Rechnung mit der Route zu begleichen. Letztes Jahr wollte ich die Route bereits versuchen und beim ersten Durchbouldern habe ich mir dann in der Route den Meniskus geschrottet. Also drei gute Gründe die Route intensiv zu probieren und nach stetigen Fortschritten konnte ich schließlich am 15.Mai den Umlenker clippen. Ein besonderer Dank an dieser Stelle an die super Sicherer Andi, Jonas und Tiffy.

Das Sahnehäubchen war dann eine relativ schnelle Begehung von Headcrash 8c, eine imposante Linie durch die 20 Meter hohe, überhängende Talseite des Wassersteins, was mir bereits nach 3 Tagen Vorarbeit vergönnt war, und als Zugabe konnte ich am Vatertag noch Kompressor 8c durchsteigen.

Ich bin natürlich überglücklich darüber, dass ich diese tollen Routen klettern konnte und umso motivierter, noch weitere schöne, schwere Touren folgen zu lassen.

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