Scarpa News

Juni 2013

Mai 2013

März 2013

25.03.2013 Jirishanca...

Februar 2013

Dezember 2012

November 2012

Oktober 2012

September 2012

August 2012

Juli 2012

Mai 2012

04.05.2012 Padani 2012...

April 2012

März 2012

Februar 2012

Januar 2012

Dezember 2011

13.12.2011 Fotos von der DM...

November 2011

Oktober 2011

September 2011

August 2011

Juli 2011

Juni 2011

Mai 2011

April 2011

März 2011

Februar 2011

Januar 2011

Dezember 2010

November 2010

Oktober 2010

August 2010

April 2010

Padani 2012

04. Mai 2012

Bereits zum 10. Mal fand dieses Jahr das tschechische Boulder-Festival Padani in der Gegend rund um Petrohrad statt und natürlich war zu diesem Jubiläum die Crew aus der heimatlichen Freisinger Boulderhalle wieder dabei. Auch Thomas und ich schlossen uns zum dritten bzw. zum zweiten Mal an, denn diese Veranstaltung verspricht viel Spaß: Mit Freunden unterwegs sein, bouldern, feiern, andere Kletterer treffen und einfach mal was Neues sehen. Um es kurz zu sagen: das Wochenende hat diese Erwartungen mehr als nur erfüllt. Obwohl wir erst am Samstag, dem zweiten Tag des Festivals, in das Geschehen einsteigen konnten und die Umstände für klettertechnische Heldentaten denkbar ungünstig waren (Temperatur, Andrang, soziale Verpflichtungen etc.), standen am Schluss einige schöne Boulder bis 7b auf der Liste. Thomas verfolgte wieder seine übliche Taktik und flashte einfach alles. Am Ende ist für mich der dritte Platz in der Damenwertung des Events heraus gekommen.

Dementsprechend glücklich, zufrieden und abgekämpft kamen wir am Sonntag Abend wieder in der Heimat an. Wie üblich nach einem langen Kletterwochenende folgte nun der Moment der Wahrheit: die Dusche. Die Freude darauf war groß, denn die Temperaturen hatten bei herrlichem Sonnenschein um die 25°C betragen. Außerdem hatte ein riesiges altes Schullandheim mitten im Wald ein ideales Zentrum für das Festival geboten – nur leider keine Duschen. Die Freude verging, als das Wasser die roten Striemen an den Armen und dem ganzen Oberkörper erreichte und ein Brennen an die zahlreichen Mantles erinnerte.

Die Organisatoren hatten nicht übertrieben, als sie das Gebiet als das griffloseste in der gesamten Padani-Geschichte bezeichnet hatten. Bleau-mäßig endete beinahe jeder Boulder in einem sanft gerundeten Blockausstieg - nur mit dem Unterschied, dass der Granit nicht wie der bleau'sche Sandstein beim Abrutschen sanft und gleichmäßig die Haut abschleift, sondern die scharfen Granitpickel sie in Fetzen herunter reißen. Dagegen konnte eine einfache Stoffschicht auch nicht allzu viel ausrichten. Diese mehr oder weniger verzweifelten Situationen am Top waren unumgänglich, da aufgrund der durchschnittlich eher niedrigen Blockhöhe viele Probleme nur aus diesem Ausstiegskampf bestanden. Optional konnte durch einen Sitzstart oft ein Ein-Zug-Startproblem hinzugefügt werden. Doch wenn auf diese Art und Weise aus 5b eine 7b wird, hat es der Startzug in sich. Mit steigendem Atemrhythmus, der langsam in Pressatmung übergeht, bewegt man sich nämlich nicht unbedingt auch nur einen Millimeter vom Crash Pad weg.

Bei Thomas war die Freude an der Dusche wohl endgültig vorbei, als das Wasser sein Schienbein erreichte. Da für das PADani jedes Jahr ein Gebiet neu erschlossen wird, sind die Boulder noch frisch geputzt und wenig beklettert. Glück hat man, wenn der Fels erst weg bröselt, sobald die Belastung nachlässt. Dann muss sich der Nächste einfach einen neuen Tritt/Griff suchen. Pech ist es, wenn der Anfangstritt einer Platte über einer Kante sich schon vorher verabschiedet... Glück ist wiederum, dass Thomas dasselbe nicht in dem 6c Mantle passiert ist, bei dem er zum Entlasten und Umdrehen der Hand aus Verzweiflung die linke Gesichtshälfte eingesetzt hatte.

Trotz der vielen Sloperboulder kann man das Gebiet nicht als einseitig abschreiben. Die Oberschenkel meldeten eindeutig, dass es auch noch einige tolle Platten gab. Und die Fingerkuppen hatten einen frischen, rosaroten Farbton angenommen, an dem nicht nur die Aufleger schuld waren, sondern auch ein paar fiese Leisten. Und bevor dieser Bericht falsch verstanden wird und mit einem „mümümüü“ abgestraft wird: Wie schon vor zwei Jahren haben wir uns fest vorgenommen, wieder zu kommen, und zwar auch einmal außerhalb des Festivals. Das Gebiet hat es wirklich verdient!

Zurück