Manuel Brunn – Silbergeier

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3. August 2015

Nachdem ich im letzten Jahr mit Fabian Buhl ins Alpine Sportklettern einsteigen wollte und wir uns als erstes Ziel Silbergeier im Rätikon ausgesucht haben, hat mich diese Tour nicht mehr losgelassen. Leider ging sich Silbergeier letztes Jahr zeitlich nicht mehr aus und so verschob sich das Projekt auf 2015.

Wie bereitet man sich jetzt auf eine solche Tour vor? Vor allem, wenn der Winter fast nur aus Bouldern besteht, schön safe mit Matten in Absprunghöhe und der Kopf sozusagen im Entspannungsmodus überwinterte…

Als gutes mentales Training und Vorbereitung hat sich „Prinzip Hoffnung“ in Bürs entpuppt. Dieser Trad-Klassiker von Beat Kammerlander ist aus mentaler Sicht mindestens so anspruchsvoll wie Silbergeier und bereitet „nebenbei“ noch super auf diffizile Plattenkletterei vor. Der Durchstieg dazu gelang mir dann relativ schnell im Frühjahr. Jetzt hieß es nur noch warten, bis die Straße ins Rätikon wieder schneefrei und präpariert war.

Dieses Jahr war allerdings geprägt von ungünstigen Bedingungen. Teilweise war es sehr heiß und sonnig in den nach Süden ausgerichteten Kirchlispitzen. Und wir mussten frühzeitig mit durchgekletterter Haut wieder umkehren. Teilweise war es auch so schlechtes Wetter, dass wir unverrichteter Dinge wieder die Heimreise antreten konnten.

Nach fünf weiteren Tagen im Silbergeier gelang mir Anfang Juli dann endlich der Durchstieg meiner ersten schwereren alpinen Tour! Danke an Wolfgang Widder fürs Erfahrung Teilen, Sichern, Motivieren und auch auf das Verzichten auf eigene Ambitionen am entscheidenden Tag!

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