Christoph Hanke – The Essential 9a

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16. November 2016

Um der langen Plastiksaison entgegenzuwirken, suchte ich mir ein schönes Stückchen Fels in der Fränkischen um mal wieder etwas Kalk in den Händen halten zu können. Meine Wahl fiel auf die Luisenwand und dem benachbarten Rotenstein. Nachdem ich mich mit dem Güllich – Klassiker „Kaum Zeit zu Athmen (8a+)“ sowie den beiden Plattenvarianten „Fiese Luise/Miese Luise (8b)“ an der Luisenwand eingegroovt hatte, wagte ich mich in die kurze und knackige Linie „The Essential“. Den ersten Tag verbrachte ich damit die „seltsame“ Einstiegssequenz auszubouldern, die mir überhaupt nicht liegen wollte. Zwei weitere Tage verbrachte ich mit dem Rest der Tour und setzte am letzten Tag meinen höchsten Versuch mit dem Beweiß, das tatsächlich noch kurz vor knapp fallen kann. Dann kam die Sinnflut. Zwei Wochen Regen und die Tour war wie gespült. Wie das so ist, macht man sich natürlich trotz besseren Wissens auf den Weg, nur um vor einem nassen Stück Fels zu stehen. Also ausweichen an die Kante des Rotensteins. Bevor man nichts macht, hängt man sich natürlich dort irgendwo rein und siehe da, die Beta für „The last rites (8c+)“ formte sich mehr und mehr. Nach ein paar finalen Kniffen vom „Frankenmeister – Alex Megos“ höchstpersönlich, der nebenbei mal schnell „The Becoming (9a+)“ wiederholte, konnte ich auch schon „The last rites (8c+)“ eintüten. Aber „The Essential“ blieb trotzdem nass. In der Hoffnung den ersten möglichen trockenen Moment direkt abzupassen fuhr ich eine gute Woche später noch einmal an die Luisenwand. Ich hatte Glück, nur noch der Ausstieg schien ein wenig feucht zu sein. Kurz aufgewärmt, den ersten statistischen Fehlversuch gesetzt und schon befand ich mich vor der Umlenkung. YES !

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